Erfahrungen mit der Proa P5 Teil 3

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Erfahrungen mit der Proa P5 Teil 3

Beitragvon manfred » Di 5. Jan 2010, 20:20

Liebe Proaistas,

ein frohes Neues Jahr mit vielen erfolgreichen Selbstbau- und Segelstunden.

Ich dachte, es ist einmal wieder Zeit, ein neues Kapitel zu erstellen. Mit dem Teil 2 waren wir schon bei Seite 4, das Bild von Reto`s Masttop bietet einen schönen Abschluß und mit dem neuen Jahr bietet sich ja ein Neuanfang an.

Da sich bei mir der Rahhals beim Shunten über die Scheuerleiste hebt, habe ich folgende Anordnung ausprobiert: Das Fall habe ich an dem Endlosstag befestigt, das sich beim Shunten ca. 50 cm hin und her bewegt. Da 50cm Hub für das Fall zu viel sind, habe ich das ganze einmal untersetzt. Mit 25cm Hub kann die Höhendifferenz des Decksprungs und der Kurve des Rahhalses ausgeglichen werden.

Die Anordnung hat den weiteren Vorteil, dass das Endlosstag ständig unter Spannung steht.
Außerdem sind keine Gummis als Federung in den Stagen notwendig, diese Funktion übernimmt das Gewicht des Riggs. Für mich sind Gummis auf der Proa sowieso artfremd.

Noch nicht ganz klar bin ich mir, ob die Kraft auf das Fall höher ist als auf das Stag, dann würde sich beim Segeln der Mast in die Mitte bewegen, was ja nur beim Shunten erwünscht ist. Dann müsste man aber nur eine Klemme anbringen und das Fall einklemmen. Auf dem Trockenen funktioniert es schon ganz gut, der Erprobung in der Praxis stehen im Augenblick aber wenigsten 30 Grad Temperaturunterschied und einige Zentimeter Eis im Wege.

Noch eine Frage: Es gibt zwar dankenswerter Weise dieses schöne Forum zu Trampolins, aber trotzdem: Hat jemand einen konkreten Tipp, aus was man so ein Trampolin baut?

Auf ein erfolgreiches 2010
Manfred
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Re: Erfahrungen mit der Proa P5 Teil 3

Beitragvon Herbert » Mi 6. Jan 2010, 07:31

Hallo Manfred,
mein Trampolin habe ich aus 50mm breitem Gurtband (50m Rolle preiswert bei ebay) genäht; dabei sind die Lücken ebenfalls in beide Richtungen 50mm breit. Nach dem Auslegen der einzelnen Streifen habe ich die Kreuzungen mit einem Tacker fixiert und das Ganze vernäht. An den Enden noch schnell eine Schlaufe um das Trampolin zu spannen. Ansehen kannst Du dir das auf der Abbildung in meinem Beitrag über Kavitation.
Auf dem Trampolin lässt sich super gut gehen und noch besser liegen. Auch ist ein Nachspannen, da kaum Reck vorhanden ist, selten notwendig.
Viel Spaß beim Basteln Herbert
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Re: Erfahrungen mit der Proa P5 Teil 3

Beitragvon manfred » Sa 9. Jan 2010, 17:57

Hallo Herbert,

klingt gut und sieht auf Deiner Abbildung auch sehr gut aus. Habe das Gurtband deshalb sofort bestellt. Danke für Deine präzisen Angaben.

Gruß
Manfred
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Re: Erfahrungen mit der Proa P5 Teil 3

Beitragvon segelreto » Mo 11. Jan 2010, 12:32

Hallo Manfred!
Leider erst jetzt meine Trampolin -Antwort. Habe meines aus "grobem Mesh b" der Firma http://www.yacht-netze.de/ger/html/index5.html gefertigt. Total Reckfrei. Komfortabel und sehr stabil. Offene Fläche 24%. Sehr freundliche Leute. Die Einfassung ist aus dicker PVC Plane, die Ösen sind aufgenähte Messingringe, um die das Ösenrohr mit Nietwerkzeug herumgeschlagen wird. Die Verspannung ist 3mm Mantelloses Dyneema. Mein Trampolin ist nicht zwischen den Holmen gespannt, sondern oben drüber gezogen und an der Unterseite quer über die ganze Fläche verspannt. Die Nutzfläche ist höher, größer und befindet sich in der selben Ebene wie das Sitzbrett.
Gruß, Reto
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Re: Erfahrungen mit der Proa P5 Teil 3

Beitragvon manfred » Di 12. Jan 2010, 19:19

Hallo Reto,

herzlichen Dank für Deine Angaben und auch für die Fotos, die Du geschickt hast und die ich hier wiedergebe. Ich bin immer wieder beeindruckt, mit welcher Liebe zum Detail und wie akkurat Du arbeitest.

Gruß
Manfred
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Re: Erfahrungen mit der Proa P5 Teil 3

Beitragvon manfred » Fr 12. Mär 2010, 19:27

Hallo Othmar,

da jetzt die Winterstarre langsam nachläßt und die Zeit des Bauens wieder beginnt eine Frage (quasi zum Warmlaufen). Du hast bei dem Bau Deiner P8 die Bretter mit Epoxidharz eingestrichen aber nicht mit Glasgewebe versehen, wie man das verschiedentlich sieht oder liest. Was waren Deine Gründe dafür?
Ist der Winter in der Türkei vorbei und geht es jetzt mit Deiner P8 weiter?
Danke für Deine Antwort im Voraus

Manfred
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Re: Erfahrungen mit der Proa P5 Teil 3

Beitragvon multihuller » Sa 27. Mär 2010, 21:18

Hallo Manfred,

der Winter ist zwar vorbei, aber bis letzte Woche haben Sturmwinde den Weiterbau verhindert. Ich hoffe, in den kommenden Tagen weitermachen zu können. Im Moment ist alles noch am Hausdach angeschraubt. Es fehlt noch das "Brückendeck" und die Spieren sowie die Ruderanlage.

Zum Sperrholz. Der Anstrich mit Epoxi dient in erster Linie zur Festigung/Härtung der Oberfläche. Auch zieht die "versiegelte" Oberfläche beim Verglasen dann nicht mehr das Harz aus dem Gewebe. Überzogen habe ich später nach dem Zusammenbau nur die Aussenflächen der Rümpfe. Beim Ama mit 200 gr zum Schutz der Oberfläche. Beim Vaka unter der CWL mit 300 gr zum Schutz gegen Grundberührungen.

Ama_verglasen.jpg
Ama beim Verglasen
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