Stapellauf der P8

Für Freunde der schlanken und schnellen Auslegerboote. Egal ob traditionell oder modern (kein Bootsmarkt).

Re: Stapellauf der P8

Beitragvon segelreto » Do 2. Dez 2010, 18:04

Anbei noch eine Shuntsequenz, damals war das Segel aber stärker nach hinten geneigt, weswegen die Segelspitze bequem unter der Bordwand blieb.
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Re: Stapellauf der P8

Beitragvon manfred » Do 2. Dez 2010, 18:58

Hallo Othmar,

bei dem Bridle habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Es ging mir nicht um den Mast, da ist die Lastverteilung sicher günstiger, sondern um den Tampen des Bridle selbst. Dort ist die Lastverteilung extrem ungünstig. Der Effekt verstärkt sich sogar noch, wenn Du ihn straffer spannst. Dann reichen schon geringe Kräfte in horizontaler Richtung und er reißt. Die Aussage von Reto bzgl. der Verstärkung des Segels an der Stelle kann ich bestätigen.

Bezüglich der Kugel galten meine Bedenken nicht der Festigkeit, obwohl die Kugeln unter den drehbaren Masten aus dem Besten sind, was die Materialforschung so hergibt, Titan etc. , und was Du wohl nicht einsetzen wirst. Dafür ist die Belastung, nur durch die beiden Rahen und das Segel, natürlich auch nicht mit den Tonnen der drehbaren Masten zu vergleichen. Also das ist nicht das Problem. Was ich meinte war, dass Du durch die Reibung der Kugel in dem Rohr (oder in der Garage) hohe Kräfte aufbringen musst, um das Rigg zu bewegen, wenn das volle Gewicht des Riggs auf der Kugel lastet, weil das Bridle nicht trägt. Offensichtlich hast Du Dich aber bereits entschieden, die Schiene (Rohr) zu bauen. Deine Erfahrungen dürften in jedem Fall interessant sein.

Ich habe noch eine Frage zu einem anderen Thema. Du hast ja bereits einmal die Situation „Wind von der falschen Seite“ erlebt. Meine Erfahrung zu dem Thema reicht von vollkommen unproblematisch – einfach den Mast etwas anklicken und er richtet sich wie ein Flitzebogen wieder auf – bis zu vollkommenem Chaos, weil sich das Fall, die Schot und die Stage so verheddert haben, dass das nicht ohne fremde Hilfe und Abschleppen zu beheben ist. Bei einem Rigg mit 12qm Segelfläche und auf kleinen Binnenseen ist das nicht weiter tragisch, mal einmal von den spöttischen Kommentaren und mitleidigen Blicken der Clubkameraden abgesehen (wobei das zweite schlimmer ist). Bei 20qm und 20sm vor der Küste könnte die Situation aber schnell ungemütlich werden. Hast Du Dich dieses Themas schon einmal angenommen?

Schöne Grüße
Manfred
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Re: Stapellauf der P8

Beitragvon multihuller » Do 2. Dez 2010, 19:28

Hallo Reto,

dein System mit der doppelten Großschot ist schon einleuchtend, ich habe bei mir nur "Probleme" mit den Dimensionen. Mein Baum ist über 7m lang und so sind die Abstände schon erheblich. Selbst wenn ich wie du auch zwei Holepunkte z.B. auf die Beams baue, dann wären immerhin noch ca. 7,5 m doppelte, bzw. dreifache Leine baim Shunten zum Einholen, anstatt 4,5 m.

Zu deiner Frage:
Warum der Aufwand mit Rahfußhalterungen/Heben des Rahfußes ? Meine Segelspitze hängt einfach in der Shuntleine seitlich an der Bugspitze.
Zum Einen ist meine Leeseite stärker gekrümmt, da ich einen symmetrischen Rumpf habe. Dadurch kann ich die Shunting Line nicht so gut spannen, sonst rutscht sie unter die Leitplanke und die Spiere klemmt. Zum Anderen kommt doch ordentlich Druck von Oben, den ich nicht alleine mit dem Achterliek, bzw. mit dem Bugblock abfangen möchte. Daher wird die Spiere auf den Bug gestellt.

Grüsse
Othmar
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Re: Stapellauf der P8

Beitragvon multihuller » Do 2. Dez 2010, 20:01

Hallo Manfred,
zu deinen Anmerkungen folgendes:

Bridle
Warum soll er reißen? Er muss nur die Zugkräfte des Segels halten. Die Spiere stützt sich auf dem Bug auf. Zudem hast du heute 10mm Tau mit einer Bruchlast von 3 Tonnen.

Reibung der Kugel im Rohr
Die einwirkenden Kräfte setzen sich zusammen aus dem Gewicht des Riggs (ohne Mast) ca. 10 kg sowie dem Winddruck X, der bei geöffnetem Segel nicht zu groß werden sollte. Ich denke, daß Probleme bei einer Schiene mit Schlitten meist durch Verklemmen, Verkanten auftreten, was bei der Rohrlösung nicht der Fall sein sollte,

Aback-Situation
Mir ist bei der kurzen Testfahrt natürlich auch selbiges passiert. War Gottseidank nur schwacher Wind, aber der war auch das Problem. Der Shuntvorgang dauerte zu lange, bzw. habe ich meinen Riss im Segel untersucht und derweil drehte sich das Boot auf die falsche Seite und der Mast fiel um. Zwei Ursachen sehe ich bei meinem Boot dafür. Einmal ist mir das Dreieck Bugbeschlag (Stage) und Mastfuss etwas klein geraten (muss ich ändern). Weiter hatte ich noch kein Leewant installiert. Ich hätte den Mastfall noch verhindern können, wenn ich das "Vorstag" dichtgeholt hätte. Stand aber zu dem Zeitpunkt vorne am Bug :( Es war aber auch kein Problem, alleine den Mast wieder aufzustellen. Richtig ist, daß im Anschluß ein kleines Chaos an Deck herrscht.
Ggf. werde ich (später) mit dem Außenborder zurückfahren oder mir eine ruhige Ecke zum Aufklarieren suchen. Ich habe aber auch nicht vor, mich soweit von der Küste zu entfernen. Man kennt doch seine Grenzen ;)

Grüsse
Othmar
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Re: Stapellauf der P8

Beitragvon manfred » Fr 3. Dez 2010, 20:26

Hallo Othmar,

noch mal zum Bridle. Es könnte reißen, weil die Belastung ungünstig ist. Durch den Winkel des Tampen kommt es zu einem ungünstigen Kräftedreieck. Allerdings habe ich nochmals genau nachgerechnet: Bei 160 ° ist es das ca. 6 fache, bei 170 ° nur das 12 fache und Du müßtest tatsächlich Deinen Tampen schon extrem spannen, nämlich auf einen Winkel von 179,62°, damit bei einer angenommenen Last von 10 kg Deine Bruchlast von 3 t über schritten wird. Das ist also wirklich nicht zu befürchten.

Allerdings hat Reto auf das Spiel hingewiesen, das die Rah durch das Bridl hat. Ich hatte zuvor ja auch schon diesen Punkt angesprochen. Hier würde sich aus meiner Sicht tatsächlich eine Schiene anbieten.

Gruß
Manfred
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