Konzept/Bau einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Für Freunde der schlanken und schnellen Auslegerboote. Egal ob traditionell oder modern (kein Bootsmarkt).

Konzept/Bau einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Beitragvon multihuller » Di 6. Dez 2011, 14:40

Die Wintertage sind auch hierzulande nicht mehr so recht zum Segeln geeignet. Zeit sich wiedereinmal Gedanken zu unserem liebsten Thema zu machen. War mein Kalia-Konzept oder der Weekender mehr unter "Spass am Segeln" zu sehen, sollte es diesmal eine Proa sein, die auch verwöhnteren Zeitgenossen ausreichen Lebensraum Innen wie Außen bietet.

Vorgaben
* Entwicklung einer hochseetüchtigen Fahrtenproa
* Schlafmöglichkeiten für bis zu vier Segler
* Dinette mit vier Sitzplätzen, Pantry und getrennter Waschraum
* Großes geschütztes Cockpit
* Einfach zu handhabendes Rigg
* Kosten segelfertig möglichst unter € 100.000,- als Werftbau.

Was daraus geworden ist, könnt Ihr Euch hier ansehen: http://www.multihull.de/proa12

Bild

Über eine rege Diskussion darüber hier im Forum wrde ich mich sehr freuen.

Euer
Othmar Karschulin
Zuletzt geändert von multihuller am Fr 3. Mai 2013, 19:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Konzept einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Beitragvon manfred » Mo 2. Jan 2012, 08:59

Hallo Othmar,

die Position des Mastes mitten im Cockpit ist sicher nicht das, was man sich wünscht. Nach meinem Verständnis liegt der Grund für diese Anordnung darin, dass der Mastes außerhalb der Rumpfmitte des Hauptrumpfes stehen soll, um einen guten Winkel für die Abstagung zu erreichen.
Die von Dir genannten Vorteile einer Position des Mastfusses auf der Luvbank oder eines A-Mastes sprechen erheblich für eine solche Lösung. Wenn Du allerdings den Mast neigst bis der Masttop sich über der Rumpfmitte befindet, hast Du die gleichen statischen Bedingungen für die Abstagung (kein seitlicher Winkel) wie bei einem Mast, der gerade auf der Mittelposition des Hauptrumpfes steht. Oder irre ich da?

Schönen Gruß
Manfred
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Re: Konzept einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Beitragvon multihuller » Mi 4. Jan 2012, 09:10

Hallo Manfred,
sicher ist es wünschenswert, den Mast aus dem Cockpit zu bekommen. Nicht nur wegen des störenden Platzbedarfs, auch wegen der Kraftaufnahme unten. Ein bis zur Mittellinie nach Lee geneigter Mast hat aber etwas andere Abspannungswinkel nach Luv und Lee (siehe Grafik).
Der Einzelmast auf der Cockpitkante hat dabei schmälere Winkel nach Luv, was zumindest mit einem weiteren Luvwant zur Mastmitte abgefangen werden sollte. Ein A-Mast auf den Cockpitseiten sieht da schon besser aus. Letztlich ist es eine Sache der Riggberechnung, welche Position mit welchem Masttyp sich als die Beste herausstellt.
Dateianhänge
rigg-mastneigung.jpg
Mastneigungswinkel
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Re: Konzept einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Beitragvon p_schurli » Fr 3. Mai 2013, 05:22

Hallo Othmar!
Ich habe mir die Fotos vom Bau deiner P12 angesehen.
Sehr interessant aber scheint im Forum und auf deiner homepage etwas unterzugehen.
Sind das fertig gekaufte Sandwichplatten, die du zum Bau verwendest?
Wie weit bist du jetzt bzw wann gibt es neue Fotos?
LG, Peter
Proa P5, Corsair F-27
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Re: Konzept einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Beitragvon multihuller » Fr 3. Mai 2013, 19:20

Hallo Peter,

du weißt ja ... solange Understatement bis alles funktioniert, aber dann ....

Die Sandwichplatten sind alle in Form geschnitten und am Tisch unter Vakuum laminiert worden. Ergibt so maximale Festigkeit bei geringem Gewicht. Das gesamte Design ist ja auf zweidimensionale Biegung ausgerichtet.

Der Vaka wird jetzt lackiert und am kommenden Wochenende vom Eigner abgeholt für den Innenausbau. Ich werde also nächste Woche neue Fotos ins Netz stellen können. http://www.multihull.de/proa12

LG
Othmar
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Re: Konzept/Bau einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Beitragvon holger » Mi 13. Nov 2013, 13:23

Hallo Otmar,

ich hätte eine Frage zum verwendeten A-Mast. Wie sind denn die ersten Eindrücke? Ich würde mich freuen dazu noch ein paar Details zu erfahren. Besonders interessiert mich, ob und wie stabil der Mast auf den iakos steht. Gibt es da Problem mit der Stabilität (des Mastes)? Verwindungen?

fragt nett der Holger
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Re: Konzept/Bau einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Beitragvon Multihull-Team » So 17. Nov 2013, 16:24

Hi Holger,

die Einzel-Masten des A-Masts sind querschiffs durch je eine Luv- und Leesaling abgespannt. Längsschiffs wird das unten offene Trapez des "A" noch durch eine Kreuzverspannung versteift. So kann sich nichts verwinden.
Leider wurden die Stage zu kurz gefertigt, so dass der Mast noch nicht im korrekten Winkel aufgestellt werden konnte. Die Stage müssen fast senkrecht stehen. Du musst dich also noch 4-5 Monate gedulden, bis wir im späten Frühjahr die ersten Probeschläge unter Segeln machen können. Dann werde ich sicher darüber berichten. Hier, in multihull.de und im Multihull Report.

Grüsse
Othmar
Dateianhänge
Mastgestellt.jpg
Mast noch im falschen Winkel
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Re: Konzept/Bau einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Beitragvon multihuller » Fr 22. Nov 2013, 06:35

Hier steht der Mast richtig.
Dateianhänge
Mast korrekt.jpg
Mast korrekt aufgestellt
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Re: Konzept/Bau einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Beitragvon Multihull-Team » Do 10. Dez 2015, 07:31

Website der P12 "Mareinoa": www.mareinoa.de

Dort weitere Infos vom Eigner sowie Fotos unter Segel.
Othmar
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Re: Konzept/Bau einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Beitragvon segelreto » Fr 11. Dez 2015, 19:41

Hallo Othmar!
Eigene Website schön und gut, die letzten Neuigkeiten sind von 2014! Wird da überhaupt nennenswert gesegelt, gibt's tatsächlich mit dem Mast Probleme oder was ist los?
Servus, Reto
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