Konzept/Bau einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Für Freunde der schlanken und schnellen Auslegerboote. Egal ob traditionell oder modern (kein Bootsmarkt).

Re: Konzept/Bau einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Beitragvon Multihull-Team » Sa 12. Dez 2015, 07:18

Hallo Reto,

immer mit der Ruhe, ich wollte hier erst einmal überhaupt auf die Website hinweisen. Manfred wird sicher über die Feiertage seine Informationen updaten, hat er zumindest gesagt. Der Mast ist inzwischen verstärkt und steht einwandfrei.
Othmar

Hier einstweilen ein Auszug aus dem Text für das proa_file:

When sailing I am always impressed by the course stability. I remember one trip when I did not touch the tiller for more than one hour. Further more it is incredible how quit and calm this boat is behaving. On one of the photos you see a post card. I put it there at the beginning of the season and it did not fall over during the whole summer and under all weather conditions.

The boat leads to a lot of new contacts. If you are not communicative from nature, you will become it with this boat. Almost always people stand in front of the boat and ask what this exotic thing may be and how all the features may work. One time a couple came across the whole harbour. They first saw only the strange form of the A-mast in the forest of masts. They could not imagine what this could be but in any way it must have been very exciting. So they walked through the whole harbour.
Another time a sailor asked us when we would leave. He wanted to follow us to see the boat in action and take some pictures.

Right from the beginning of the project it was clear that shunting would mean some effort. You have to roll up the genoa then to turn around the main, to lift the first rudder, to lower the second rudder and to roll out the second genoa. At the moment this manoeuver takes almost 1 minute. With two well skilled people I guess it might be possible to come down to 30 sec. But still it is not comparable to the tack of a monohull. Especially when you take into consideration that the boat stopps. So sailing in narrow waters will not become the preferred trip with this boat (which is not a real surprise). That is a pity because there are some nice sounds around the home port Boltenhagen in the southern baltic.

In light winds the speed is quite considerable. I measured 4,4 - 5,6 kn at 1,8 - 3,1 kn true wind. At 5-6 kn true wind the speed was between 6 and 9,3 kn. All this data were taken on a course close to the wind. But because of the relatively high speed this means 90 degrees to the true wind.
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mareinoa_segelnd.jpg
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Re: Konzept/Bau einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Beitragvon manfred » Mi 16. Dez 2015, 18:08

Hallo Reto,

zunächst einmal muss ich mich entschuldigen, dass ich die Seite so lange nicht akutalisiert habe. Allerdings habe ich am 4.12. einen neuen Bericht geschrieben und immerhin 20 Bilder eingestellt (Du hast Dein mail am 11.12. geschickt). Wenn Du diese Aktualisierungen nicht vorliegen hast, sag mir bitte Bescheid, dann muss es einen Fehler in meiner Web-Side geben.
Aber noch ein paar ergänzende Worte zu dem, was Othmar geschrieben hat.

Mit zunehmendem Ausbau des Bootes gestaltet sich der Transport immer schwierger. Das Montieren und Demontieren der Rümpfe und Beams nimmt immer mehr Zeit in Anspruch und Beschädigungen sind nicht zu vermeiden - einmal abgesehen von den Kosten, den die Bereitstellung eines Kranes für einen ganzen Tag bedeutet. Daher soll das Boot nicht mehr demontiert werden. Das bedeutet aber gleichzeit, dass es nicht mehr getrailert werden kann und damit an der Ostsee überwintern muss. Damit wiederum reduzieren sich die Baumöglichkeiten am Boot ganz gewaltig. Es ist natürlich ein riesiger Unterschied, ob man das Boot vor der Haustür oder in 3h Entfernung hat.

Es war also konsequent, die Zeit, die das Schiff noch greifbar war, so lange wie möglich zu nutzen. Wir haben also bis Ende Juli gearbeitet (der Innenausbau ist immer noch nicht fertig) und dann das Schiff erst an die Ostsee gebracht. Von daher ist die Segelsaison tatsächlich recht kurz ausgefallen. In der ersten Zeit hatten wir sehr viele Gäste, mit denen wir Tagestörns unternommen haben.

Von dem einen großen Schlag - vielleicht nach Oslo oder Stockholm - kann ich daher nicht berichten. Wir sind aber, seit dem das Boot Ende Juli im Wasser war, bis Mitte Oktober jedes Wochenende gesegelt. Die wesentlichen Eindrücke findest Du in dem Entwurf für proafile, den Othmar ja schon eingestellt hat.

Was dringend noch gemacht werden muss, ist der Einbau des Baumniederholers. Gewöhnungsbedürftig ist für mich nur, dass die Pinnensteuerung anders herum funktioniert - Fieren heißt abfallen und dicht holen anluven. Wenn man das seit seinen ersten Segelstunden anders erlebt hat, ist es sehr gewöhnungsbedürftig. Vielleicht ändere ich das noch.

Wenn Du spezielle Fragen hast, jederzeit gerne wieder in diesem Medium.

Ansonsten schöne Feiertage, einen guten Rutsch und im nächsten Jahr eine schöne Segelsaison
Manfred
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Re: Konzept/Bau einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Beitragvon segelreto » Sa 19. Dez 2015, 16:25

Hallo, Manfred!
Ich hatte ganz vergessen, dass der Innenausbau noch nicht fertig war. Bitte um Verzeihung. Sieht ja sehr hübsch aus. Wie wird den der Leepod - Raum genutzt werden?
Servus, Reto
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Re: Konzept/Bau einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Beitragvon manfred » So 20. Dez 2015, 19:40

Hallo Reto,

in den Kajüten dient der Leepod zur Erreichung der sehr beachtlichen Kingsize Maße für die Doppelkojen von 1,95mx200m (zumindestens im Schulterbereich). In den anderen Räumen (Salon, Kombüse, Naßzelle) ist der Leepod mit Regalbrettern versehen, um die Ablagefläche zu vergrößern. In der Kombüse steht dort auch noch der Gasherd.

Viele Grüße
Manfred
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Re: Konzept/Bau einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Beitragvon segelreto » So 20. Dez 2015, 23:03

Da kann man wohl von einem Raumwunder sprechen. Nur schade, dass der "normale" Segler auch beim Anblick der Bilder dass nicht versteht. Für ihn sieht es wohl ziemlich eng aus. Vielleicht könnte man mit einem Weitwinkel und einer Perspektive von unten, also dem wirklich "engen" Teil des Rumpfes schräg nach oben in die kathedralenartigen Weiten des Leepods einen Eindruck des Gesamten vermitteln.
Servus, Reto
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Re: Konzept/Bau einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Beitragvon manfred » Di 22. Dez 2015, 19:18

Ja, und Personen mit auf das Bild nehmen. Dann wird auch die respektable Stehhöhe von 2m deutlich.
Werde ich im Frühling in Angriff nehmen, vorher wird leider nichts daraus.

Gruß
Manfred
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Re: Konzept/Bau einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Beitragvon manfred » So 3. Jan 2016, 13:34

Hallo Reto,

ich habe unter

https://www.youtube.com/watch?v=4GDNx_iPg1E

ein Video eingestellt (oder einfach mareinoa als Suchbegriff eingeben).

Bevor Du oder andere mich darauf ansprechen: Der schlechte Stand der Genua ist darauf zurückzuführen, dass ich über längere Zeit (genau genommen 1 h), die Pinne nicht angefaßt habe. Ich wollte mit dem Video eigentlich dokumentieren, wie kursstabil das Boot läuft. Dadurch ist es in dem Moment etwas hoch am Wind und die Genua killt.

Gruß und eine schöne Segelsaison im neuen Jahr
Manfred
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Re: Konzept/Bau einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Beitragvon segelreto » Mo 4. Jan 2016, 22:50

Sehr gut! Einen Autopiloten kannst Du Dir am Wind ja wohl sparen!
Könntest Du denn auch einen tieferen Kurs stabil mit "Balancepilot" laufen, wenn du das Groß etwas fierst (dadurch relativ mehr Druck vorne, Boot fällt ab, bis Groß wieder zieht) ?
Servus, Reto
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Re: Konzept/Bau einer hochseetüchtigen 12 m Fahrtenproa

Beitragvon manfred » Mi 6. Jan 2016, 19:34

Das müsste man testen. Vorstellen könnte ich es mir.
Es gibt einiges auszuprobieren, es wird sicher nicht langweilig im Sommer.

Gruß
Manfred
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