Othmar Karschulin

Wenn ich gerade einmal nicht beim Segeln bin, bin ich von München aus beim Surfen (im Internet) versteht sich. Nur wer sich laufend an der Wasserfront im Netz befindet, schafft es laufend aktuelle Infos via "multihull.de" zum Besten zu geben.

Wie es nicht anders sein kann, bin ich auch beruflich mit dem PC aufs Engste verbunden. Neben WWW-Angelegenheiten schreibe ich hier und da einmal ein Handbuch oder eine Bedienungsanleitung zum Überleben. Aber genug des beruflichen Alltags.


Der nachfolgende Text ist leider Historie. Weihnachten habe ich meine REGGAE in neue Hände übergeben, die ihr hoffentlich mehr Pflege angedeihen lassen werden, als es meine Zeit erlaubte. Aber dafür kann ich mich jetzt um so mehr 'multihull.de' widmen und meine alten (neuen) Träume weiter spinnen.

Seinerzeit 1998

Eigentlich kann ich's mir (wie die meisten) nicht leisten, aber ich habe ein eigenes Boot namens REGGAE. Zur Zeit liegt es in Biograd (Kroatien). Wenn schon Adria, dann wenigstens die Kornaten. Dort gibt es (für Mehrrumpf-Freunde) wirklich noch günstige Liegeplätze und eine leere Bucht findet sich auch immer.

Meine REGGAE ist ein 30ft Katamaran mit eindrucksvoller Vergangenheit, habe ich ihn doch selbst konstruiert (oder fast selbst). Vor zwei Jahren kaufte ich die Pläne für die TIKI30 von Wharram, um mir das Schiff von einem Bootsbauer bauen zu lassen. Doch mit einer 'leichten' Korrektur der Original-Pläne beginnend, wurde nach und nach von der Bordkante aufwärts ein komplett neues Boot entwickelt. (Zum Download: Planungs- und Baubericht - 547 KB PDF) Letzter Stand der Konstruktionsphase: 3,8 MegaByte Zeichnungen. Aber das Boot wurde doch noch fertig und der Bootsbauer Phil Young mein Freund (zum Feind hat es nicht mehr gelangt, nachdem der Bau fertig war). Da die Werft im Frankenland war, ließ sich ein Landtransport nicht vermeiden. Nur ist das Boot 5 Meter breit. Es fiel mir nichts besseres ein, als es in zwei Teilen bauen zu lassen, die gegeneinander verdreht eine Transportdimension von genau 2,5x12 Meter ergaben (eine LKW-Fuhre). Das Ein- und Ausladen war zwar aufregend, aber die Konstruktion hat sich bis heute bewährt.


... aus 2 mach 1

Besonders geglückt war die Installation der Solaranlage (solar energy), die es tatsächlich geschafft hat, bei ausreichendem Sonnenschein das Bier und die Butter kalt zu bekommen - ohne Landstrom!

Mein Revier, die Adria, mache ich zumeist mit Freundin und/oder meinen beiden Kindern unsicher. Die Kids haben auch schon Seebeine und der Große steuert 15-jährig die Kiste schon mit einer Hand in die kleinste Box.


... am Kai in Trogir

Mein schönster Törn war bisher eine eigentlich recht ruhige Winterfahrt nach Vendig. Genausoschön war natürlich auch die Teilnahme am Internationalen Multihull Meeting 1996 in Biograd.

Im Surf kommt REGGAE schon mal an die 13 Knoten-Marke heran. Eigentlich nicht schlecht für einen 'Verdränger' mit 7,5 m Wasserlinie. Die letzte 'unnötige' Erfahrung diesbezüglich war die Einhandüberführung von Biograd na Moru (Dalmatien) zurück nach Norditalien in die Marina Stella im April 1998. Und wiedereinmal hat der Kvarner zugeschlagen und mir einen von SW nach NW drehenden Kuhsturm mit 45 Knoten Wind und gemeinen Kreuzseen beschert. Aber auch diesen Sturm hat mein braves Boot verkraftet (zugegeben besser als ich).

Und was soll die Zukunft bringen? Erstmal natürlich ein größeres Schiff, vielleicht so 10-11x6 Meter. Ideen dazu habe ich schon, naja - eigentlich ist die Konstruktion schon fast fertig. Irgendwann doch mal die 20 Knoten überschreiten? Und das mit einem 1,4 Meter breiten Doppelbett auf zwei Kufen? Man wird sehen ... außerdem hat mich inzwischen auch schon der Proa-Virus in seinen Klauen.

Weitere Infos dazu habe ich auch schon in 'multihull.de' geparkt,
siehe FUTURE und PROA. Und hier eine E-Mail - an mich von Spendern, Sponsoren und Freunden